Bakterielle Infektionen

Antibiotika behandeln bakterielle Infektionen, indem sie Bakterien abtöten oder deren Wachstum stoppen, wirken jedoch nicht gegen Viren.

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Dr. Georgi Varbanov

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Behandlungsinformationen

Was sind Antibiotika & wie wirken sie?

Antibiotika sind Medikamente, die bakterielle Infektionen bekämpfen, indem sie entweder Bakterien abtöten oder deren Wachstum stoppen. Sie sind nicht gegen Viren wie die Grippe, die Erkältung oder COVID-19 wirksam. Die Verwendung von Antibiotika nur bei Bedarf hilft, zu verhindern, dass Bakterien resistent werden, was bedeutet, dass sie nicht mehr auf die Behandlung reagieren.

Arten von Antibiotika & was sie behandeln:

  • Penicilline (z.B. Amoxicillin, Amoxiclav, Augmentin): Verwendet bei Atemwegsinfektionen, Ohrenentzündungen und Hautinfektionen.
  • Makrolide (z.B. Azithromycin, Clarithromycin): Behandeln Atemwegsinfektionen und Hauterkrankungen.
  • Fluorchinolone (z.B. Ciprofloxacin, Ciproxin, Levofloxacin): Verwendet bei Harnwegsinfektionen (HWI) und schweren bakteriellen Infektionen.
  • Cephalosporine (z.B. Cefixim, Keforal): Behandeln Atemwegs- und Harnwegsinfektionen.
  • Tetracycline (z.B. Doxycyclin, Minocyclin, Tetralysal): Oft verwendet bei Akne, Lungeninfektionen und sexuell übertragbaren Infektionen (STIs).
  • Nitrofurantoin: Häufig verschrieben bei Harnwegsinfektionen (HWI).
  • Metronidazol (Flagyl): Behandelt bakterielle Infektionen im Magen und einige sexuell übertragbare Infektionen (STIs).

Wer benötigt eine Antibiotikabehandlung?

Antibiotika sollten nur bei bakteriellen Infektionen eingesetzt werden, nicht bei viralen Infektionen wie der Grippe. Ärzte verschreiben Antibiotika für:

  • Lungeninfektionen wie Pneumonie oder bakterielle Bronchitis.
  • Harnwegsinfektionen (HWI), die Schmerzen beim Urinieren verursachen.
  • Hautinfektionen wie Cellulitis (rote, geschwollene Haut) oder infizierte Wunden.
  • Sexuell übertragbare Infektionen (STIs) wie Chlamydien.
  • Mageninfektionen, die durch schädliche Bakterien verursacht werden.
  • Schwere bakterielle Erkrankungen wie Sepsis (eine lebensbedrohliche Infektion im Blutkreislauf).

Wie man Antibiotika sicher anwendet

Um sicherzustellen, dass Antibiotika richtig wirken und um Resistenzen zu vermeiden, befolge diese Tipps:

Verschreibung immer zu Ende nehmen:
  • Selbst wenn du dich besser fühlst, kann ein vorzeitiges Abbrechen dazu führen, dass Bakterien stärker zurückkommen.
  • Befolge die Anweisungen deines Arztes sorgfältig.
Nehme Antibiotika nur bei Bedarf:
  • Sie helfen nicht bei viralen Infektionen wie der Grippe oder Erkältungen.
  • Verwende keine Antibiotika, die für jemand anderen verschrieben wurden.
Antibiotikaresistenz vermeiden:
  • Nehme niemals übrig gebliebene Antibiotika aus einer früheren Erkrankung.
  • Ärzte sollten Antibiotika nur verschreiben, wenn es notwendig ist.
  • Wenn möglich, können Ärzte zuerst die Bakterien testen, um das richtige Antibiotikum auszuwählen.
Nebenwirkungen & Wechselwirkungen managen:
  • Antibiotika können Übelkeit, Durchfall, Bauchschmerzen und Hefepilzinfektionen verursachen.
  • Einige Antibiotika können die Wirksamkeit von Verhütungsmitteln verringern, frage deinen Arzt nach zusätzlicher Verhütung.
  • Die Einnahme von Probiotika (gesunde Bakterien) kann helfen, deinen Magen während der Anwendung von Antibiotika zu schützen.

Zusätzliche Behandlungsinformationen

Ein angemessener Antibiotikabehandlungsplan kann:

  • Schädliche Bakterien abtöten und die Ausbreitung von Infektionen stoppen.
  • Dir helfen, schneller zu genesen und dich früher besser zu fühlen.
  • Das Risiko gefährlicher Infektionen wie Sepsis verringern.
  • Verhindern, dass Bakterien resistent gegen die Behandlung werden.

Häufig gestellte Fragen

Antworten auf häufige Fragen zu Bakterielle Infektionen erhalten

Du benötigst Antibiotika für bakterielle Infektionen wie Pneumonie, Harnwegsinfektionen und infizierte Wunden. Sie wirken nicht gegen Virusinfektionen wie die Grippe oder eine Erkältung. Ein Arzt wird entscheiden, ob Antibiotika notwendig sind.
Das vorzeitige Absetzen von Antibiotika kann dazu führen, dass Bakterien überleben und resistent werden, was zukünftige Infektionen schwerer behandelbar macht. Schließe immer die verordnete Behandlung ab.
Einige Antibiotika, wie Metronidazol (Flagyl) und Tinidazol, verursachen schwere Reaktionen mit Alkohol. Überprüfe immer mit deinem Arzt oder dem Beipackzettel, bevor du Alkohol trinkst, während du Antibiotika nimmst.
Milde Nebenwirkungen sind Übelkeit, Durchfall, Bauchschmerzen und Hefepilzinfektionen. Wenn du schwere allergische Reaktionen wie Schwellungen oder Atembeschwerden hast, suche sofort Hilfe in der Notaufnahme.
Einige Antibiotika, insbesondere Rifampin-ähnliche Medikamente, können die Wirksamkeit von Antibabypillen verringern. Wenn du dir unsicher bist, frage deinen Arzt und ziehe in Betracht, zusätzliche Verhütungsmittel zu verwenden.

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Wissenschaftliche Quellen