Stell dir vor, du fühlst Schmerzen von etwas, das überhaupt nicht da ist, eine Berührung, die nie gefühlt wurde, ein Schnitt, der nie gemacht wurde. Das ist die seltsame Realität von Nervenschmerzen. Es ist nicht nur „in deinem Kopf“, noch kann es einfach weggeschoben werden. Solche Schmerzen entstehen tief im Nervensystem und fühlen sich an wie Brennen, Kribbeln und Stechen.
Table of Contents
- Was sind Nervenschmerzen (Neuropathie)?
- Was verursacht chronische Nervenschmerzen?
- Anzeichen und Symptome, auf die du achten solltest
- Psychische Gesundheit und chronische Schmerzen
- Wie werden Nervenschmerzen diagnostiziert?
- Behandlungsoptionen
- Medikamente vs. Physiotherapie
- Können Nervenschmerzen geheilt werden?
- Mit Neuropathie leben
- Das Wichtigste
In diesem Leitfaden werden wir dir erklären, was tatsächlich passiert, warum es auftritt und, am wichtigsten, was du tun kannst, um die Kontrolle zurückzugewinnen.
Was sind Nervenschmerzen (Neuropathie)?
Nervenschmerzen oder Neuropathie treten auf, wenn deine Nerven gereizt oder beschädigt werden. Diese Nerven übertragen normalerweise Signale von deinem Körper zu deinem Gehirn. Wenn etwas nicht stimmt, können sie jedoch die falschen Signale senden oder Schmerzen verursachen, wenn nichts falsch ist.
Es kann sich für jede Person anders anfühlen. Einige Menschen erleben Brennen oder Kribbeln. Andere beschreiben es als stechend, zapplig oder wie Nadelstiche. Du kannst auch Taubheit in einigen Bereichen oder eine erhöhte Empfindlichkeit gegenüber Berührungen erleben.
Es gibt zwei breite Kategorien. Akute Nervenschmerzen treten plötzlich auf und verschwinden oft mit einer Behandlung. Chronische Nervenschmerzen halten Monate oder sogar Jahre an.
Sie treten normalerweise in den Händen, Füßen, Armen oder Beinen auf, können aber überall auftreten.
Was verursacht chronische Nervenschmerzen?
Nerven können durch eine Vielzahl von Dingen beschädigt werden. Einige der häufigsten Gründe sind:
- Diabetes: Dies ist einer der Hauptgründe. Hoher Blutzucker kann im Laufe der Jahre langsam deine Nerven schädigen.
- Trauma oder Verletzung: Autounfälle, Operationen oder ein Bandscheibenvorfall können Nerven schädigen.
- Infektionen: Einige Viren wie Gürtelrose oder HIV können deine Nerven direkt angreifen.
- Vitaminmangel: Niedrige Vitaminwerte, insbesondere B12, können zu Nervenschäden führen.
- Alkohol: Zu viel Alkohol kann die Funktionsweise deiner Nerven beeinträchtigen und langfristige Probleme verursachen.
- Unbekannte Ursachen: Bei einigen Menschen gibt es keine offensichtliche Ursache. Dies wird als idiopathische Neuropathie bezeichnet.
Anzeichen und Symptome, auf die du achten solltest
Einige Symptome sind anfangs leicht zu ignorieren, aber sie werden oft mit der Zeit schlimmer. Folgendes solltest du im Auge behalten:
- Ein prickelndes Gefühl, wie „Nadelstiche“
- Taubheit in deinen Füßen, Beinen oder Händen
- Schwäche der Muskeln
- Scharfe, brennende oder stechende Schmerzen
- Erhöhte Schmerzen in der Nacht
- Schwierigkeiten beim Gehen oder das Gleichgewicht zu halten
- Schmerzen, die durch Empfindungen verursacht werden, die keine Schmerzen auslösen sollten, wie sanfte Berührungen oder sogar Bettlaken.
Psychische Gesundheit und chronische Schmerzen
Mit Nervenschmerzen jeden Tag zu leben, kann ermüdend sein, nicht nur für deinen Körper, sondern auch für deinen Geist. Chronische Schmerzen treten auch bei vielen Menschen auf, die Angst, Depressionen oder Stress haben. Studien haben gezeigt, dass etwa 35% bis 45% der Patienten mit chronischen Schmerzen auch an Depressionen leiden.
Schmerzen können dazu führen, dass du Schlaf verlierst, deinen Stress erhöhst und dich sogar hoffnungslos fühlst. Psychische Gesundheit und Schmerzen gehen Hand in Hand, und das eine beeinflusst oft das andere. Deshalb ist es so wichtig, beide zu behandeln.
Wie werden Nervenschmerzen diagnostiziert?
Um herauszufinden, was deine Nervenschmerzen verursacht, wird dein Arzt mit ein paar einfachen Schritten beginnen:
- Er beginnt mit deiner Geschichte. Du wirst nach deinen Symptomen, deinem Lebensstil und deiner Krankengeschichte gefragt.
- Eine körperliche Untersuchung folgt. Dies hilft, Taubheit, Schwäche oder Reflexveränderungen zu erkennen.
- Blutuntersuchungen können auf Diabetes, Vitaminprobleme oder Infektionen testen.
- Nerventests (wie EMG oder Nervenleitungsstudien) überprüfen, wie gut deine Nerven funktionieren.
- Scans wie MRTs oder CTs können deine Wirbelsäule oder dein Gehirn auf Schäden oder Druck untersuchen.
Behandlungsoptionen
Nervenschmerzen können hart sein, aber eine angemessene Behandlung kann einen großen Unterschied machen. Hier ist, was helfen kann:
Verschreibungspflichtige Medikamente: Ärzte beginnen mit Medikamenten wie:
- Gabapentin oder Lyrica (Pregabalin), die überaktive Nerven beruhigen.
- Antidepressiva behandeln nicht nur die Stimmung, sondern auch Nervenschmerzen.
- Paracetamol oder Codein zur Behandlung von leichten bis mäßigen Schmerzen.
Topische Behandlungen: Cremes und Pflaster wie Capsaicin oder Lidocain betäuben die Region und lindern die Schmerzen.
Physiotherapie: Sanfte Übungen können die Beweglichkeit verbessern, Steifheit verringern und Schmerzen lindern.
Lebensstiländerungen: Kleine Änderungen wie aktiv bleiben, den Blutzucker kontrollieren (für Diabetiker) und Rauchen aufhören können einen großen Unterschied machen.
Nervenschaden Ergänzungen: Einige Personen finden B-Vitamine, Alpha-Liponsäure oder Magnesium hilfreich. Konsultiere immer zuerst deinen Arzt.
TENS-Therapie: Dies beinhaltet die Verwendung eines kleinen Geräts, das milde elektrische Impulse auf deine Haut sendet. Es kann bei einigen Personen die Schmerzsignale unterbrechen.
Alternative Behandlungen: Akupunktur, Yoga und Meditation helfen vielen Menschen, besser mit ihren Schmerzen umzugehen.
Medikamente vs. Physiotherapie
Sowohl Medikamente als auch Physiotherapie lindern Nervenschmerzen, jedoch auf unterschiedliche Weise.
Medikamente behandeln die Schmerzen direkt. Sie beruhigen die Nerven oder unterbrechen Schmerzsignale. Sie können schnell wirken und stark sein, können jedoch bei einigen Personen Nebenwirkungen haben.
Physiotherapie dreht sich um Bewegung. Sie hält deine Muskeln gesund und deinen Körper aktiv. Sie lindert nicht nur Schmerzen, sondern kann auch das Gleichgewicht, die Stärke und die Koordination auf lange Sicht verbessern.
Die meisten Menschen haben mit beiden die besten Ergebnisse. Medikamente kontrollieren die Schmerzen, und die Therapie hält dich in Bewegung und unabhängig.
Können Nervenschmerzen geheilt werden?
Das ist die große Frage, und die ehrliche Antwort lautet: es kommt darauf an. Bestimmte Nervenschmerzen werden nachlassen, wenn die zugrunde liegende Ursache frühzeitig behandelt wird. Zum Beispiel können Schmerzen durch Infektionen oder Mängel oft durch angemessene Behandlung verbessert werden.
Aber bei chronischer Neuropathie, wie sie bei Diabetes oder langanhaltenden Schäden auftritt, wird sie normalerweise nicht vollständig geheilt. Vielmehr ist es etwas, das Menschen mit Behandlung und Lebensstiländerungen kontrollieren.
Mit Neuropathie leben
Mit Nervenschmerzen zu leben, ist hart, aber du bist nicht allein. Beginne damit, herauszufinden, was für dich funktioniert. Einige finden, dass leichte Übungen ihnen helfen, sich besser zu fühlen. Andere finden Wärmepackungen oder Entspannungstechniken hilfreich. Sogar kleine Anpassungen können einen Unterschied machen.
Neuropathie kann auch deine Stimmung beeinflussen. Anhaltende Schmerzen können Stress, Angst oder eine niedrige Stimmung verursachen. Das ist vollkommen normal. Beratung oder eine Selbsthilfegruppe können einen großen Unterschied machen.
Deine Erfahrungen zu teilen, lässt dich weniger isoliert fühlen. Andere könnten das Gleiche erleben.
Bleib informiert. Informiere dich über deinen Zustand. Und am wichtigsten, gib nicht auf. Viele Menschen bewältigen Nervenschmerzen und führen ein erfülltes, glückliches Leben.
Das Wichtigste
Nervenschmerzen können überwältigend erscheinen, aber Linderung ist verfügbar. Frühe Erkennung, angemessene Behandlung und tägliche Pflege können deine Symptome besser handhabbar machen.
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Disclaimer
The information in this article is intended for informational purposes and not as a substitute for professional medical advice. Always consult a physician or other qualified healthcare provider for specific questions about your health.